Johannisgemeinde
Eine Insel in Ihrem Alltag
Die Johannisgemeinde

"Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesem meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan."
Matthäus 25,40

Die Erfahrung lehrt uns, dass die Welt und unser Leben nicht eindeutig sind. Gut und Böse gehen neben uns her. Gut und Böse gibt es in der Welt, in der wir leben. Gut und Böse bestimmen unser eigenes Handeln, ja: kein Mensch ist nur gut und nur böse. Eine solche Eindeutigkeit, wie sie Fundamentalisten aller Zeiten und Orte behaupten, gibt es nicht. Doch hier bei Jesus Christus scheint sie auf. An ihm scheiden sich die Geister, nicht nur jetzt sondern aucham Ende der Zeit. Er wird richten und scheiden, wird Klarheit schaffen und dem Geringern zum Recht verhelfen, ganz eindeutig. Wer sind die „geringsten Brüder und Schwestern“? In einem Buch der Bibel finden wir das Wort: „Wer den Geringsten bedrückt, schmäht dessen Schöpfer, doch ehrt ihn, wer sich des Armen erbarmt“. (Sprüche 14,31)

Gott ist mit den Geringen verbunden und er steht auf ihrer Seite. Alle Menschen tragen Gottes Antlitz, weil sie alle zu seiner Schöpfung gehören. Diese Gottesebenbildlichkeit zeichnet jeden Menschen aus, auch die geringsten und schwächsten. Die Frage wem unsere guten Werke widerfahren sollen, den eigenen Angehörigen, den Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung, allen Menschen, die bedürftig sind, ist für jeden von uns dann eindeutig zu beantworten. Sie fordert nicht nur die Politiker heraus, sondern alle Menschen.

Im Weitergeben der Liebe können wir ganz eindeutig und konkret sein. Jesus sagt, was das beispielsweise bedeutet. Wir müssen dafür sorgen, dass Menschen in unserem Städten und Dörfern nicht Hungrig oder Durstig bleiben, dass sie genügend Kleidung haben, die sie mit Freude tragen, dass sie in den Krankenhäusern und Pflegeheimen nicht einsam und verlassen bleiben mit ihren Ängsten und Sorgen. Auch Gefangene und Schuldig gewordene müssen sich auf uns verlassen können, damit sie im Gefängnis Liebe und Respekt erfahren. Und wir müssen dafür sorgen, dass sich Fremde aufgenommen und angenommen in Deutschland fühlen. Ich träume davon, dass die Mehrheit einer Skinheadgruppe ihren Kameraden am späten Abend nach reichlichem Saufen sagt: Als Deutscher kann ich nicht mit Baseballschlägern und Klappmessern auf einen wehrlosen Ausländer losgehen. Das würde ich deutsches Selbstbewusstsein und deutschen Patriotismus nennen.

Jesus möchte, dass wir das Leben der Geringen und Schwachen in unserer Welt achten und konkret ändern. Was er in seinem ewigen Frieden für die
Welt am Ende der Zeit zurecht bringen will, darf und soll jetzt schon, heute im Jahr 2010 konkrete Wirklichkeit werden im Heilen, Befreien und Zurechtbringen
unserer irdischen Verhältnisse in Thüringen ebenso wie auf der ganzen Welt.

Johannes Sparsbrod
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